Unbedenklichkeit von kolloidalem Silber

Kolloidales Silber: ein altes und sicheres Produkt

 

Den Medien kam folgendes Gerücht gerade recht: “Sobald Sie kolloidales Silber zu sich nehmen, werden Sie krank und Ihre Haut wird sich blau oder grau verfärben (Argyrie)”. Diese Kampagne gegen eines der machtvollsten natürlichen Krankheitsbekämpfer im Jahre 2007 war so erfolgreich, dass der Suchbegriff “Argyrie” in den USA fast genauso häufig eingegeben wurde, wie das Schlüsselwort “kolloidales Silber”*(1). Doch ist das kolloidale Silber wirklich so gefährlich?

 

Wir werden im Folgenden sehen, dass seit dem Jahre 1700 nur sehr wenig Fälle von Argyrie aufgetreten sind. Argyrie ist die einzige verzeichnete Nebenwirkung von kolloidalem Silber*(2). Alle bekannten Fälle von Argyrie sind durch andere Silberformen entstanden (Silberchloride, Silbernitrate, Silbersalze) und durch extrem hohe Dosen.

 

Die Professoren Padlewska und Schwartz meinten übrigens: “Die häufigste Ursache für Argyrie ist die mechanische Sättigung der Haut mit kleinen Silberpartikeln bei Arbeitern in Silberminen, Silberraffinerien, bei der Herstellung von Silberwaren, Metalllegierungen, metallischen Filmen auf Glas und Porzellan, der Galvanisierung und der fotografischen Entwicklung.”(2) Dabei wird kolloidales Silber nicht genannt! Ist die Gefahr von kolloidalem Silber vielleicht nur ein Mythos?

 

 
1. Die bekanntesten modernen Fälle von Argyrie

Der Fall Paul Karason

 

Paul Karason war im Jahre 2008 in einer Vielzahl von Fernsehshows, darunter der von Oprah, zu sehen. Dieser Fall von Argyrie ist der bekannteste, da Millionen von Zuschauern ihn mitverfolgen konnten.

 

Karason hat 14 Jahre lang in etwa 1 Liter kolloidales Silber pro Tag mit einer Konzentration von mehreren Hunderten PPM zu sich genommen.*(4) Noch dazu hat er Natrium in seine Lösungen geben, um die Leitfähigkeit zu erhöhen und um die hauseigene Herstellung von Silberwasser zu beschleunigen.

Er selbst bestätigt, dass dank der Anwendung von kolloidalem Silber sein Sodbrennen in nur 3 Tagen verschwand, seine Hautentzündungen sich überaus stark verbesserten und seine Arthritis und seine Nasennebenhöhlenentzündung verschwanden.


Paul Karason hat Silbersalze eingenommen, und zwar in etwa 200-mal die von der EPA empfohlenen Tagesmenge und das 14 Jahre lang.

Der Fall Stan Jones

 

Stan Jones war Kandidat der Senatswahlen in den USA im Jahre 2000. Wie Paul Karason hat er bei sich zu Hause ein Gerät verwendet, um hauseigenes Silberwasser herzustellen und Salz hinzugefügt, um die Produktion zu beschleunigen. Er verwendete Leitungswasser und ließ seine Maschine dann nur eine Stunde eingeschaltet. Er trank 250 ml pro Tag über 3 Jahre hinweg.*(5)

 

Er berichtet, dass durch die Einnahme des kolloidalen Silbers seine Schuppenflechte heilte. Außerdem meint er, dass er nicht so blau sei, wie ihn die Medien zeigen. Er ging sogar so weit zu behaupten, dass das Foto von einem Interview durch Steve Barwick von ihm gefälscht sei.

 

Stan Jones hat Silbersalze konsumiert und die empfohlene Höchstmenge der EPA täglich 50-mal überschritten.

 

Der Fall Rosemary Jacobs

 

Rosemary Jacobs wurde in den Medien Ende der 90ziger bekannt. Ihre Haut hat sich infolge von Silbereinnahme über drei Jahre blau verfärbt. Sie benutzte Silber in Nasentropfen, mit denen Sie ihre chronischen Erkältungen kurierte.

 

In den 60ziger Jahren wurden Silberlösungen für Nasentropfen hergestellt, die extrem hoch konzentriert waren, von 100 000 bis 300 000 PPM*(6). Zudem wurde das Silber mit Proteinen kombiniert, um seine Lebensdauer zu verlängern. Es handelte sich also nicht um kolloidales Silber.

 

Es ist nicht leicht, die tägliche Menge, die Rosemary Jacobs zu sich genommen hat zu schätzen, da wir nicht wissen, wie viele Tropfen sie pro Tag zu sich genommen hat, wenn sie sich erkältete. Nehmen wir an, dass sie 10 Tropfen pro Tag (also 0,25 ml) zu sich genommen hat. Dies würde eine 70-fache Überschreitung der von der EPA empfohlenen Höchstmenge bedeuten. Und noch einmal, sie hat nicht kolloidales Silber zu sich genommen, sondern Silberproteine.

 

 

2. Von 357 Fällen von Argyrie ist keiner durch kolloidales Silber entstanden

 

In dem Buch “Argyrie - die Pharmakologie von Silber” veröffentlicht im Jahre 1939, geben die Autoren Hill und Pillsbury an, dass sie zwischen 1700 und 1939 357 Fälle von Argyrie in den USA verzeichnen konnten*(3). In diesen verzeichneten Fällen ist die Argyrie hauptsächlich infolge der Einnahme von Silbernitraten, von Argyrol 

(Silberproteine für die Nase von 100 000 bis 300 00 PPM) und Collargol (Silberproteinpommade von 150 000 PPM). In den einzigen zwei Fällen in denen kolloidales Silber eingenommen wurde, wurde zusätzlich auch Argyrol eingenommen.

 

Die Autoren heben zudem hervor, dass die Folgen von Argyrie nur kosmetischer Natur sind und keine gesundheitlichen Folgen auftreten. Wissenschaftler sind der Meinung, dass 6 Gramm Silbernitrate eingenommen werden müssten, damit Argyrie auftritt - das entspräche 150 Liter unseres kolloidalen Silber von 40 PPM. Argyrie sei bis zu einem bestimmten Grade heilbar. Abschließend ist hervorzuheben, dass die Autoren von diesem Bericht ausschließlich andere hochkonzentrierte Silberformen als Grund für Argyrie gefunden haben und ionisch-kolloidales in keinem Fall gefährlich wurde.

 

 

3. Doch was sagen dazu die Gesundheitsorganisationen?

 

Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) gibt in seiner Ausgabe “Richtlinien für Trinkwasserqualität” aus dem Jahre 2008 keine spezifischen Empfehlungen zur Silbermenge im Trinkwasser und gibt an, dass Silber kein Risiko für die menschliche Gesundheit darstelle.*(7)

 

“Silberanteile im zu Desinfektionszwecken mit Silber behandelten Trinkwasser können 50 mg pro Liter überschreiten. Kürzliche Einschätzungen von der täglichen Einnahme liegen bei 7 mg pro Person. Nur ein kleiner Prozentsatz vom Silber wird absorbiert. Die Rückhaltequote bei Menschen und Labortieren liegt zwischen 0 und 10 %. [...] Der  No-Observed-Adverse-Effect-Level (NOAEL) für Argyrie liegt bei 10 g Silber lebenslange Einnahme beim Menschen und wurde auf der Basis von Berichten von Fällen bei Menschen und langfristigen Tierexperimenten eingeschätzt.”

 

Ferner sagt die WHO:

“Es liegen keine hinreichenden Daten vor mit denen es möglich wäre gesundheitsorientierte Richtwerte für Silber im Trinkwasser festzulegen.”

 

Die EPA meint:

“Silber hat keine bekannten krebserzeugenden Eigenschaften und scheint nicht mutagen. Auch wenn die langfristige Einnahme von Silber bei Mensch und Tier mit Argyrie in Verbindung gebracht werden kann, so ist diese Wirkung kosmetischer Natur und nicht gesundheitsschädigend.”

 

Derselben Institution nach und unter der Annahme von einer Rückhaltequote von 4% des eingenommenen Silbers wurde die langfristige tägliche Höchstmenge auf 350 Mikrogramm*(8) Silber für eine 70 kg schwere Person festgelegt, das entspricht in etwa zwei Teelöffeln kolloidales Silber von 40 PPM.

 

Dr. Roger Altman veröffentlichte dagegen im Jahre 1999 eine Studie mit dem Titel “Die Fähigkeit des Körpers Silber zu beseitigen” und schloss diese Folgerung:*(9)

“Die Einnahme von richtig hergestelltem Silber verursacht keine Ansammlung von Silber im Körper. Es gibt keinen Beweis, dass sich Silber in bedeutenden Mengen in den Haaren oder Nägeln ablagern würde und tatsächlich zeigen die Daten, dass nach einer Silberwassereinnahme von 2 mg pro Tag über mehrere Monate, das Silber in ungefähr der selben Geschwindigkeit ausgeschieden (vor allem über den Urin) wie eingenommen wird.”

 

4. Keine einzige Nebenwirkung wurde den Überwachungsbehörden gemeldet

 

Ein Brief an die US-amerikanische Lebensmittelsicherheits- und Arzneimittelzulassungsbehörde FDA aus dem Jahre 1999 erfragte die folgenden Informationen*(10):

  • die Anzahl an Todesfällen infolge der Einnahme von kolloidalem Silber

  • die Anzahl von allergischen Reaktionen auf kolloidales Silber

  • die Anzahl von unerwünschten Wechselwirkungen von Medikamenten in Kombination mit kolloidalem Silber

  • die Anzahl von Fällen von Argyrie, die sich auf die Einnahme von elektrisch hergestelltem Silberwasser zurückführen lassen

  • die Anzahl von Fällen von Argyrie, die sich auf die Einname von kolloidalem Silber ohne Beigabe von Stabilisatoren zurückführen lassen

 

Und hier die Antwort, die so einige überrascht hat:

 

“Hier ist die Antwort auf Ihre Anfrage vom 14.10.99, in der Sie sich nach den Nebenwirkungen von kolloidalem Silber erkundigen. [...] Wir haben in der Datenbank der Nebenwirkungen nachgeschaut und keinen einzigen Fall gefunden, der auf Ihre Beschreibungen zutrifft.”

 

 

5. Ein Medikament auf Basis von kolloidalem Silber?

 

Genau das ist der Fall: Es existiert ein Medikament, dass kolloidales Silber, Gold und Kupfer enthält: das französische Medikament “Oligostim cuivre-or-argent”. Es ist durch alle Phasen der Überprüfung gegangen, die in Frankreich notwendig sind, von der “Agence nationale de sécurité des médicaments et des produits de santé” (der französischen Agentur für die Sicherheit von Medikamenten und Gesundheitsprodukten) bis hin zur “haute autorité de santé” (der obersten Gesundheitsbehörde). Dies ist eine Sicherheit dafür, dass kolloidales Silber an sich nicht gefährlich ist.

 

Die Seite Doctissimo.fr sagt über dieses Medikament*(11):

“Wird zur Stärkung des Immunsystems verwendet, vor allem in der Genesungsphase von infektiösen Krankheiten und von asthenischen Zuständen.”

 

Auf derselben Seite über Kontraindikationen:

“Aufgrund der Abwesenheit von experimentellen und klinischen Daten und als Vorsichtsmaßnahme ist die Einnahme dieses Medikaments während Schwangerschaft und Stillzeit zu vermeiden.”

 

Und zum Schluss die Nebenwirkungen:

“Keine Nebenwirkungen bekannt.”

 

 

6. Eine Vielzahl von Studien beweist die Unbedenklichkeit von Silberwasser

 

Zusätzlich zu all den schon genannten Tatsachen, die die Ungefährlichkeit von kollodialem Silber belegen, gibt es viele wissenschaftliche Studien, die seine Unbedenklichkeit beweisen. Das Institut Katharos hat ca. 15 Studien verzeichnet, davon möchten wir hier gern drei vorstellen:

 

A. Wissenschaftlicher Bericht über 120 Jahre Geschichte von Silbernanopartikeln

 

In diesem Bericht zeigen die Autoren, dass Silbernanopartikel seit über 100 Jahren von den Menschen verwendet werden und dass sie selbst als Biozid verzeichnet wurden - und das seit mittlerweile über 60 Jahren (1954 in den USA).

 

Es ist anzumerken, dass eine große Proportion (53%) von bei der EPA registrierten Bioziden Nanosilber enthält und zwar in ganz verschiedenen Formen: mit Silber imprägnierte Wasserfilter, Algizide und mikrobiologische Zusatzstoffe.

 

B. Der randomisierte kontrollierte Versuch in vivo (am lebenden Objekt)


Zuallererst muss man wissen, dass die randomisierte kontrollierte Doppelblindstudie in vivo das Nonplusultra gut ausgeführter wissenschaftlicher Studien ist. 

 

Hier haben die Forscher die Wirkung einer Einnahme von kolloidalem Silber (10 PPM) über 3, 7 und 14 Tage in den American Biotech Laboren getestet. Dies wurde im Rahmen einer randomisierten kontrollierten Doppelblindstudie am Menschen durchgeführt. Die 36 freiwilligen Testpersonen nahmen das Silberwasser ein und wurden daraufhin auf Veränderungen im Organismus hin getestet: Stoffwechseltest, Bluttest, Thrombozytentest, Urintest, Speicheltest, magnetische Tests, sowie Überprüfungen von Entzündungen, der allgemeinen physischen Verfassungen und Vitalorganen.


Die Schlussfolgerung ist eindeutig: Es wurde keine bedeutende Veränderung festgestellt, weder im Stoffwechselsystem noch hämatologisch oder im Urin.

 

C. An der Universität Kopenhagen durchgeführte Studie

 

In dieser im Juni 2007 durchgeführten Studie an der pharmazeutischen Fakultät der Universität Kopenhagen hat ein Forscher versucht auf die folgende Frage zu antworten: Ist kolloidales Silber giftig für die Zellen?

 

Der Forscher verwendete Epithelzellen aus der Lunge (A549) in seiner Studie. Er verglich die Effekte von atomischem Gold und Silberclusternder der Marke Ionosil (kolloidales Silber) auf die Zellen, um Anzeichen von Zitotoxizität, Entzündungen und eventuellen Schäden auf die DNA zu erforschen.

 

Es gab keinerlei Anzeichen von Giftigkeit, Veränderung der DNA oder Entzündungen bei der kolloidalen Lösung Ionosil.

 

 

*Quellenangaben

(1) “Insights for search” über die Begriffe “argyria” und “colloial silber” in den USA: http://www.google.fr/trends/explore#q=colloidal%20silver%2C%20argyria&geo=US&date=1%2F2007%2037m&cmpt=q&tz=

 

(2) Bericht über die verzeichneten Fälle von Argyrie: http://emedicine.medscape.com/article/1069121-overview

 

(3) Bericht der Forscher William R. Hill und Donald M. Pillsbury über die 300 berichteten Fälle von Argyrie in “Argyrie - die Pharmazologie des Silbers” aus dem Jahre 1939, Seite 69: http://babel.hathitrust.org/cgi/pt?id=uc1.b3717937;view=1up;seq=94

 

(4) Der Verein “Silber colloids” schreibt einen Informationsbericht über Paul Karason:

http://www.silver-colloids.com/Pubs/blue-man.html

 

(5) Interview mit Stan Jones vom Gesundheitsjournalisten Steve Barwick: http://www.thesilveredge.com/blueman.shtml

 

(6) Autor von “Silber, das vergessene Antibiotikum”, der vom Fall Rosemary Jacobs berichtet: http://sci.tech-archive.net/Archive/sci.med.diseases.lyme/2004-06/0432.html

 

(7) Bericht der WHO über Trinkwasserqualität, Seite 434: http://www.who.int/water_sanitation_health/dwq/gdwq0506.pdf

 

(8) Revidierter Bericht der EPA über Silber aus dem Jahr 1996: https://web.archive.org/web/20150206003217/http://www.epa.gov/iris/subst/0099.htm

 

(9) Studie von Dr. Altman über die Fähigkeit kolloidales Silber zu beseitigen: “Colloidal Silver: Where does it go when you drink it? How long does it stay there?”

http://media.wix.com/ugd/dffe9d_dd113e1eb9bf474eaa5a231301e33892.pdf

 

(10) "L'argent colloïdal, un remède en or" (dt. Kolloidales Silber, ein Heilmittel aus Gold) von Jeanne Perros, erschienen bei Guy Trédaniel, 2011, S.84-85

 

(11) Produktbeschreibung des Medikaments Oligostim auf der Seite von doctissimo: http://www.doctissimo.fr/medicament-OLIGOSTIM-CUIVRE-OR-ARGENT.htm


(12) Artikel des Gesundheitsjournalisten Mike Adams: http://www.naturalnews.com/036599_gun_control_prescription_drugs_deaths.html

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